Was ist Private Equity?
Es gibt viele unterschiedliche Arten, Unternehmen mittels Zufluss von Geldern unter die Arme zu greifen. Eines davon ist als Private Equity bekannt und bildet ein Gegenstück zum Venture Capital – beides jedoch sind Begriffe, die den Kapitalismus prägen wie kaum eine andere Anlagestrategie.
Was ist Private Equity?
Private Equity bedeutet so viel wie eine Beteiligung am Kapital einer Firma. Dies wird deswegen getan, weil sich die Private-Equity-Gesellschaften dadurch eine Beteiligung am Gewinn des Unternehmens verhoffen. Der Geldgeber gibt dem Unternehmen große Summen von Bargeld, im Gegenzug erhält er dafür eine mehr oder weniger stattliche Gewinnbeteiligung – am Ende profitieren auf lange Sicht hoffentlich beide Seiten.
Private Equity ist von den Venture-Capital-Gesellschaften dadurch zu unterscheiden, dass in den allermeisten Fällen nur Unternehmen gestützt werden, die ein niedriges Risikoverhältnis tragen. Ideale Unternehmen sind daher bereits etablierte Firmen, die über Jahre hinweg stabile Gewinne und Geldzuflüsse verzeichnen können. Die Dauer der Beteiligung am Unternehmen beträgt im Regelfall etwa drei bis fünf Jahre, wobei dies von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ausfällt. Ein Partner für die renditestarke Anlageklasse ist beispielsweise die RWB.
Welche anderen Vorteile bietet Private Equity?
Zusätzlich zur Gewinnbeteiligung hat eine Private-Equity-Gesellschaft außerdem das Recht, das operative Geschäft des Unternehmens zu beeinflussen. Das wird natürlich vor dem Hintergrund der Gewinnmaximierung für die Private-Equity-Gesellschaft durchgeführt. Da außerdem meistens Fremdkapital von Banken, Versicherungen und teilweise auch sehr vermögenden Privatpersonen zum Einsatz kommt, wird das Risiko beim Private Equity weiter gedrückt.
Private Equity ist übrigens noch gar kein so altes Konzept, denn auch im Mutterland des Kapitalismus, den Vereinigten Staaten von Amerika, ist diese Form der Gewinn- und Unternehmensbeteiligung erst seit etwa 20 Jahren verbreitet. In Europa und Deutschland kamen diese Unternehmen auch erst in den letzten Jahren in Fahrt, wobei die Wirtschaftskrise ihnen auch schnell wieder den Wind aus den Segeln genommen hat. Nach einem fast totalen Zusammenbruch sämtlicher erwähnenswerter Private-Equity-Gesellschaften – so gab es etwa im Jahr 2004 noch Unternehmenskäufe im Wert von 294 Milliarden US-$, 2009 waren es nur noch neun Milliarden -, erholt sich Wirtschaftslage und mit ihr die Private-Equity-Unternehmen nun wieder langsam.
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